PETER HENISCH – „Blues plus“

// 02. März 2018 //

Peter Henisch und Blues? Geht sich das aus? Natürlich. Mississippi oder Donau, French Quarter oder der Böhmische Prater, der Blues hat viele Adressen. Mit von der Partie sind Peter Strutzenberger am Bass, Hermann Posch an der Gitarre und Franz Haselsteiner am Klavier und an der Ziehharmonika.

Produktion und Präsentation des Albums „Blues plus“ wurden durch das Förderprogramm „Casinos Austria Music Line“ unterstützt.

Und jeder hat sich daheim schon seine eigenen musikalischen Gedanken gemacht zu den einzelnen Liedern. Der Posch Hermann hat den Mutschila Ferdl eingesungen – so schön, dass diese Version auch auf der CD zu finden ist.

Hallo Welt, ebenfalls aus dem Henisch-Liederbuch der frühen Tage, klingt neu im Blues-Gewand und doch vertraut. Sie tragt Wind in die Haar hat er mit 18 geschrieben, den 34er-Blues in den frühen 70er-Jahren des vorigen Jahrtausends – und er ist mindestens heute in der aktualisierten Form so gültig wie damals. Ebenso der Ultimo, der ist immer da. Immer wann I ham kumm und I huck in mein Zimmer sind Beschreibungen aus dem Inneren eines Poeten, Kumm und lass di falln mit mir die Erweiterung. Ein Liebeslied, ein Verlockungslied, ein Funke Hoffnung für eine neue bessere Zeit in einer neuen besseren Welt

Skyline und Dancing Star – englische Titel für Lieder im Wiener Dialekt, die überall gültig sind. „Mit dem Walther von der Vogelweide hab ich mich schon in der Schule beschäftigt“, erinnert sich Peter Henisch. Den Ur-Text gleichsam übersetzt und ergänzt – der Minnesänger würde wahrscheinlich jetzt genau so klingen wie im Vogelweide-Blues. Nikolaus Lenau halten viele für einen der begnadetsten Lyriker Österreichs. Henisch und Strutzenberger machen aus einem seiner Gedichte den Lenau-Blues.

Der Hollerbam-Blues handelt vom Leben und Tod und – ganz wichtig – von „meiner Nähe zu Katzen“. Das Harp-Solo greift die „Katzensprache“ auf. Polvere di Gesso – Kreidestaub ist eine Hommage an den italienischen Liedermacher Gianmaria Testa. Peter Henisch hatte das Glück, ihn persönlich kennen zu lernen, und eine besondere Affinität zu seinen Liedern und Texten entwickelt. „Ich wollte mich mit meiner Sprache ihm annähern. Das Italienische mag ich wegen des Klanges ohnehin“. Deshalb würdigt er das Original, indem er das Lied italienisch singt und um seine wienerische Interpretation ergänzt.

Und I sitz im Café – weil es auch dort passt, mit dem Blues.
(Text Alfred Pulletz)

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